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Resilienz

Es ist allgemein bekannt, dass Menschen auch unter ungünstigen, belastenden Lebensumständen über ein hohes Maß an Zufriedenheit und Wohlbefinden berichten. Genauso häufig findet sich ein entgegengesetztes Muster, bei dem scheinbar glückliche äußere Umstände mit geringer subjektiver Lebensqualität einhergehen.

Wenn sich Personen trotz gravierender Belastungen oder widriger Lebensumstände psychisch gesund entwickeln, bezeichnet man diese als resilient. Ein System das in Turbulenzen geraten ist, sich anpasst und überlebt, ist resilient. Auch den Menschen als lebendes System könnte man als resilient bezeichnen, wenn im Kontext destabilisierender Bedrohungen bei ihm ein Muster der Anpassung oder Genesung zu erkennen ist.

Die Fähigkeit zur Resilienz ist nicht angeboren, sondern sie entwickelt sich in einem Interaktionsprozess zwischen Mensch und Umwelt und ist damit ein dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess. Abhängig von den jeweiligen Erfahrungen und bewältigten Ereignissen eines Menschen verändert sich die Resilienz im Laufe des Lebens.

Wenn die Bewältigung einer negativen Lebenslage belastend oder anstrengend ist, verursacht auch positive Leistung Kosten. In einer chronisch belastenden Umgebung kann Resilienz eine enorme Anstrengung bedeuten und zusätzlich Stress verursachen.

Im Mittelpunkt neuester Forschungen der Resilienzwissenschaft stehen die Fragen, welchen Zusammenhang es zwischen Resilienz und Veränderungsprozessen, günstigen Entwicklungszeitpunkten, individuellen Unterschieden in Bezug auf die Hochsensibilität und die Gehirnplastizität gibt.